TL;DR – Kurzfassung
– Die BIS warnt vor Stabilitätsrisiken durch Stablecoins und fordert klare Vorschriften weltweit.
– Der Mangel an koordinierter Regulierung könnte zu Fragmentierung und regulatorischer Arbitrage führen.
– Tether und Circle dominieren den Stablecoin-Markt mit 85% Anteil und stehen unter strenger Beobachtung.
– Stablecoins verhalten sich eher wie Finanzinvestitionen als wie echtes Geld, was ihre Funktionsweise beeinflusst.
– Ein Verbot von Zinsen für Stablecoins könnte ihr schnelles Wachstum eindämmen und Risiken für das Finanzsystem reduzieren.
Die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIS) hat in ihren aktuellen Krypto-Nachrichten Bedenken bezüglich der möglichen Risiken von Stablecoins geäußert. Der Generaldirektor der BIS, Pablo Hernandez de Cos, betont, dass das Fehlen von globalen, koordinierten Vorschriften zu Marktfragmentierung und regulatorischer Arbitrage führen könnte, was letztlich die Finanzstabilität gefährdet. Stablecoins wie Tether und Circle, die etwa 85 % des Marktes ausmachen, sind besonders im Fokus, da ihr schnelles Wachstum in Verbindung mit unzureichenden Regulierungen Stress auf die Finanzmärkte ausüben könnte.
Hernandez de Cos fordert daher eine internationale Zusammenarbeit bei der Gesetzgebung zu Stablecoins, um die Risiken, die sie für Geld- und Finanzpolitik darstellen, einzudämmen. Ein zentraler Punkt seiner Warnung liegt darin, dass Stablecoins nicht immer wie echtes Geld funktionieren, was zu Schwierigkeiten bei der Umwandlung ihrer Werte führen kann. Er schlägt vor, Zinsen auf Stablecoins zu verbieten, um ihr übermäßiges Wachstum einzuschränken und potenzielle Risiken für das globale Finanzsystem zu mindern, vorausgesetzt, solche Maßnahmen werden konsequent umgesetzt.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.




